Was macht die Kristallglasur des Brunnens so besonders?

…das faszinierende Kristallbild, als Resultat intensiver systematischer Suche, das Gefüge von Temperatur, Brennkurve, Glasurrezeptur, Ofen Atmosphäre (O2/CO2) in einen Synergieeffekt zu bringen; Bestandteile aus natürlich vorkommenden Mineralien, wie Gesteinsmehlen, Silikaten und Oxiden.

Das Medium erlaubt nur bedingte Einflussnahme, durch Wahl und Menge der Oxide die Ausprägung von Farbe und Geometrie der Kristalle zu gestalten.

Technik

Moderne Ofentechnik ermöglicht durch gezielte Führung der Brennkurven, Kristallkeimbildung exakt auszulösen. Ab diesem Zeitpunkt gilt es, die Balance zwischen forcierter Zink-Titan Übersättigung der Glasur und idealer Temperaturkonstanz zu generieren, denn nur in einer ausreichend fließenden Glasur entstehen die wertvollen Kristallblüten. So dauert ein Kristallglasurbrand mind. 18h und erreicht dabei Temperaturen von mehr als 1200 C°. Oft vergehen Jahre der experimentellen Phase, bis ein in Geduld optimiertes Mengengefüge gefunden und sich unter variablen Bedingungen offenbart. Diese Kunst der Alchemie ist weit mehr als das Zusammenspiel der Elemente, sondern fordert Erfahrung, Leidenschaft und das Gefühl für den richtigen Moment.

Die Entwicklung dieser außergewöhnlichen Glasurtechnik begann vor mehr als 1000 Jahren. Überlieferungen berichten von Aufwagen in Gold (1:1) für Stücke mit ausgeprägten Kristallen auf dem Scherben.

„Sowohl der Betrachter, wie auch der Blick des Schaffenden, erliegen dem Zauber des Moments, wenn das Werk, nach Öffnen der Ofentür, das erste Mal auf Licht trifft!“


Kristallglasur - Das Geheimnis hinter dem faszinierenden Kristallbild